Vernetzen statt ersetzen.
ICW Lösungen sorgen für die effektive Vernetzung im Gesundheitswesen.
eCard-Projekt in Österreich
Die eCard ist der neue zentrale Schlüssel zu den Leistungen des österreichischen Gesundheitswesens: Anstelle des bisherigen Krankenscheines gilt nun die eCard als papierloser Nachweis für den Leistungsanspruch eines Patienten, den jeder Arzt online auf seine Gültigkeit überprüfen kann.
Das eCard-System
Das eCard-System ist so konzipiert, dass die bisher genutzten Funktionen zukünftig problemlos erweitert werden können. Beispielsweise ist die eCard schon jetzt für eine sichere Signatur vorbereitet. Damit stellt sie eine wesentliche Säule des in Österreich geplanten eGovernments dar und bringt höchste Sicherheit bei Online-Transaktionen.
Im Zuge der eCard-Einführung in Österreich mussten ca. 8 Millionen Versicherte und deren Angehörige mit Chipkarten ausgestattet werden. Gleichzeitig wurden ca. 12.000 Vertragspartner mit der so genannten GINA-Box (Gesundheits-Informations-Netz-Adapter) an das Gesundheits-Informations-Netz (GIN) angeschlossen und mit Chipkartenlesegeräten ausgestattet.
Zentraler Bestandteil des österreichischen eCard-Systems ist die GINA-Box. Diese Set-Top-Box ist ein auf einer MIPS-Plattform basierender Kleinstcomputer, der über ausreichend RAM und Flash Memory verfügt, so dass keine anfälligen mechanischen Komponenten wie Lüfter oder Festplatten benötigt werden. Auf dieser Hardware sind alle dezentral benötigten Softwareanwendungen (z.B. eCard Applikationen) installiert.
Die GINA-Box
Die GINA-Box steuert die Datenübermittlung ins GIN und sorgt für eine sichere Kommunikation mit netzbasierten Diensten wie dem eCard Server. Die GINA-Box entspricht in ihren Möglichkeiten und Funktionalitäten weitgehend den Anforderungen, die an den so genannten Konnektor der deutschen elektronischen Gesundheitskarte gestellt werden.
Schon kurz nach dem Beginn des Rollouts zeigte sich, dass das System ausgezeichnet funktioniert: Laut einer Statistik der Chipkarten-Betriebs-und-Errichtungsgesellschaft SVC werden derzeit täglich 150.000 bis 180.000 Konsultationen über das eCard-System abgewickelt. Dabei liegt die Verfügbarkeit des eCard-Servers bisher bei 100 Prozent. Laut SVC-Statistik gab es erst 15 durch das System verursachte Problemfälle, die jeweils innerhalb von zwei Stunden gelöst werden konnten.
Kooperation mit ICW
Die InterComponentWare AG (ICW) hat für das eCard-Projekt in Österreich die Java Virtual Machine (JVM) geliefert, angepasst und optimiert, die als Middleware in der GINA-Box eingesetzt wird. Darüber hinaus hat ICW die SVC beim Code-Review wesentlich unterstützt. Die hierbei entstandenen Code-Optimierungen haben zu einer wesentlichen Verbesserung der Boot- und Antwortzeiten beigetragen und konnten so die Akzeptanz der GINA-Box beim Arzt erheblich verbessern.
